Schach am IKG- eine lange und erfolgreiche Tradition

Schach am IKG
Schach besitzt etwa seit dem Jahr 2000 einen sehr hohen Stellenwert an unserer Schule.
Dabei profitierten wir anfangs von der hervorragenden Arbeit des Schachlehrers "Bobby" Sohraby, der in fast allen Grundschulen unseres Einzugsbereiches Arbeitsgemeinschaften leitet und diese Sportart auch ans IKG brachte.
Mittlerweile hat sich seit vielen Jahren eine erfolgreiche und stark frequentierte schulinterne AG unter der Leitung des A-Schachtrainers Christian Goldschmidt etabliert. Ihm stehen erfahrene Schachspieler unserer Schule zur Seite, damit die große Anzahl der Interessenten möglichst optimal gefördert werden kann.
Große Aufsamkeit auf Stadt-, NRW- und nationaler Ebene erregte unsere Schule in den ersten Jahres des neuen Jahrtausends.
Eine Reihe gewonnener Titel bei den Deutsche Schulschach-Meisterschaften verleitete den Herausgeber des renommierten Schachmagazins KARL im Jahr 2003 zu der Aussage im Editorial, dass  „in Dortmund das erfolgreichste Schachgymnasium Deutschlands“ entdeckt wurde.
Der Gewinn von 4 Deutschen Meisterschaften in Folge- hinzu kommt 1 Vizemeisterschaft im Jahr 2004-  sowie weitere Teilnahmen in den Jahren 2007 und 2009 mit guten Platzierungen erklären, warum sich das IKG auf allen regionalen und überregionalen Ebenen einen hervorragenden Ruf „erschachert“ hat.
Begonnen hat die beispiellose Erfolgsserie mit den Geschwistern Jewgenija, Marija und Irina Naiditsch, Richard und Katharina Schöttler sowie mit dem Top-Spieler David Baramidze, der im Jahr 2003 mit 15 Jahren zu den größten deutschen Nachwuchstalenten zählte. Den Titel des Großmeisters [GM] erreichte er Ende 2004 und wurde somit einer der jüngsten deutschen GM. Im selben Jahr wurde er in seiner Altersklasse Vize-Weltmeister. Seit einigen Jahren spielt David in der Bundesliga und verdient seinen Lebensunterhalt nach dem Schulabschluss mit dem Schachspielen.

In die Fußstapfen dieser "Schachgiganten" trat im Jahr 2004 Patrick Zelbel, Jahrgang 93, der erfolgreich an der Junioren-WM und der Senioren-EM teilnahm. Im Jahr 2008 gewann er als 15-jähriger die NRW-Meisterschaft bei den Senioren und belegt anschließend bei den Deutschen Meister-schaften der Senioren den 12.Platz. 2009 wurde er in seiner Altersklasse [U 16] Deutscher Meister.
Wenn auch bisher der Eindruck entstanden sein sollte, dass nur die genannten Schüler für die großen Erfolge stehen, darf nicht vergessen werden, dass -wie in allen Sportarten- nur über eine geschlossene Mannschaftsleistung große Ziele erreicht werden können.
Aus diesem Grund möchte ich alle Schüler namentlich erwähnen, die über die Jahre mit den unterschiedlichen Mannschaften mit Erfolg an Deutschen Schulschach Meisterschaften teilgenommen haben.
Jahr
WK
Platz
Teilnehmer
2001
III
1
David Baramidze,Jewgenija Naiditsch,Marija Naiditsch,Richard Schöttler,Michael Wolkow
2002
IV
1
Jonas Heyden,Dennis Luft,Stefan Nölle,Katharina Schöttler
2003
II
1
David Baramidze,Irina Naiditsch,Jewgenija Naiditsch,Richard Schöttler
 
III
4
Marija Naiditsch,Jonas Heyden, Stefan Nölle,Katharina Schöttler
2004
II
1
David Baramidze,Jewgenija Naiditsch,Marija Naiditsch,Richard Schöttler,
 
III
2.
Dennis Luft,Jonas Heyden,Patrick Zelbel,Katharina Schöttler
2005
II
7
Dennis Luft,Jonas Heyden,Carsten Schroelkamp,Katharina Schöttler
 
III
6
Patrick Zelbel,Malte Weiß,Marcel Haidar,Marcel Luft
2007
III
5
Patrick Zelbel,Malte Weiß,Marcel Haidar,Dustin Gesinghaus
 
IV
7
Alexander Raschkowski,Jan Schwiddessen,Jacqueline Zelbel,Malte Böhm
2009
III
9
Alexander Raschkowski,Jan Schwiddessen,Jacqueline Zelbel,Malte Böhm,Marnie Hudde
 
Ein weiteres Schach-Highlight war im Jahr 2008 zu verzeichnen. Während der Schach-Olympiade in Dresden nahm eine siebenköpfige IKG-Mannschaft, die sich aus Schülern der Stufen 5 und 6 rekrutierte, am "Turnier der Partnerschulen" teil. Das Team spielte ein tolles Turnier und wurde am Ende 11. von 60 teilnehmenden Schulen.
2001 fiel der Startschuss für das mittlerweile traditionelle schulinterne Schachturnier, mit dem das Interesse an dieser Sportart weiter gefördert oder auch geweckt werden sollte.
Schon manches schlummernde Talent konnte entdeckt und dem Schachverein oder der von Herrn Goldschmidt und erfahrenen Schülern geleiteten Schach-AG zugeführt werden.
Gleichzeitig gilt das Abschneiden beim Turnier als hilfreiches Entscheidungskriterium für die Zusammensetzung der verschiedenen Schulmannschaften.  

Im selben Atemzug mit den Erfolgen unserer Schachspieler muss die beispielhafte Kooperation mit den Schachfreunden (SF) Brackel genannt werden.
Ohne das persönliche Engagement des A-Trainers Christian Goldschmidt, den alle Schachspieler nur liebevoll „Goldi“ nennen,
 hätte die Erfolgsgeschichte nicht stattfinden können. Sein Einsatz als Betreuer, Trainer und Begleiter der Mannschaften sowie als Leiter der Schach-AG ist vorbildlich.
Nicht unerwähnt bleiben darf die große finanzielle Unterstützung durch den Förderverein, der in all den Jahren erst die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften ermöglichte, denn die Kosten für die vom Deutschen Schachbund ausgerichtete Veranstaltung, die außerhalb des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ liegt, müssen von den Schulen selbst getragen werden.

Volker Oestreicher