
Drei Monate nach den Landesmeisterschaften stand für das IKG-Team das Bundesfinale in Nürnberg auf dem Plan. Vom 20.-23.09.2026 drehte sich alles um die Begeisterung für den Radsport. Die drei Starter des IKGs, Maximilian Schwarz (Q1), Florian Krause (Q2) und Noah Dryden (EF), traten als NRW-Meister in der Altersklasse U20 an. Es musste ein Geschicklichkeitsparcours sowie ein Zeitrennen absolviert werden, bei dem die 534 Teilnehmenden aus 10 Bundesländern um den Titel „Deutscher Meister“ kämpften.
Der erste Wettkampftag forderte das Team in der Geschicklichkeit heraus. Nacheinander durchfuhren unsere Mountainbiker die sieben Hindernisse ohne mit dem Fuß abzusetzen. Jede Berührung der Hindernisse führte zu Strafpunkten, die wiederum in Zeitstrafen für die Gesamtwertung umgerechnet wurden. Sechs der sieben Hindernisse waren den Fahrern bekannt. Das letzte Hindernis war eine Überraschungsaufgabe. Da der Parcours grundsätzlich nicht zum Üben befahren werden durfte, hatten alle Teilenehmenden bloß einen einzigen Versuch, um mit Höchstleistung zu glänzen. Noah und Florian unterlief lediglich ein Fehler im Parcours; Maximilian erzielte mit vier Fahrfehlern ein dennoch gutes Ergebnis. Insgesamt gelang dem Team dadurch eine sehr gute Gesamtleistung, die zu einer Zeitstrafe von gerade einmal 60 Sekunden führte. Das IKG-Team hatte für das am Folgetag startende Zeitrennen somit sehr gut vorgebaut.


Am Abend des ersten Wettkampftages war das Team zur Sportlerparty mit Live-Musik eingeladen. Es gab die Gelegenheit sich mit Gleichgesinnten aus ganz Deutschland auszutauschen. NRW war mit neun Schulen am zweitstärksten vertreten. Bayern spielte den Heimvorteil mit 34 gemeldeten Schulen aus. Die Landschaft des Gastgeberbundeslandes eignet sich ideal für den Mountainbike-Sport. Da verwunderte es auch nicht, dass unsere drei IKG-ler einen Kurztrip zum Bikepark „Schmausenbuck“ im Reichswald planten, um die freie Zeit zwischen den Wettkämpfen zu nutzen. Der erst im Mai eröffnete Bikepark bot auf vier Pisten eine einmalige Gelegenheit seine sportlichen Fähigkeiten nach Schwierigkeitsgrad zu trainieren.



Für das am Folgetag stattfindende Rennen ging es dann vornehmlich um die Ausdauer. Ein Rundkurs von ca. 1,8 km Länge musste vier Mal durchfahren werden. Das Befahren von Hügeln und steilen Hängen war kräftezehrend. Auf den Teilstücken der Radrennbahn konnte hingegen Geschwindigkeit aufgebaut werden. Das Team tat sich mit der Enge der Radstreck im Bezug auf Überholmanöver schwer. Dennoch erfuhren die drei MTB-ler sehr gute Zeiten und blieben alle unter einer individuellen Rennzeit von 20 Minuten. Maximilian überquerte mit einer Zeit von 18:13 min als Achter die Ziellinie. Er landete somit in der Gesamtwertung unter den zehn schnellsten Fahrern des Gesamtwettkampfes. Noah und Florian folgten mit Einzelzeiten von 19:48 min und 19:59 min auf Platz 18 und 21. In der Teamwertung ergab sich mit den wenigen Strafsekunden des Parcours vom Vortag Platz Fünf in der Teamwertung. Der Zeitrückstand zum vierten Platz belief sich auf lediglich 25 Sekunden. Die Platzierungen auf dem Treppchen gingen an Schulen aus dem Saarland und Bayern.


Die Teilnahme am Bundesfinale war ein tolles Erlebnis, um einmal auf höchster Ebene des deutschen Schulsports mitzukämpfen. Neben dem Wettkampf stand vor allem der Spaß am Mountainbike-Sport im Vordergrund. Beides zu vereinen haben die drei Jungs eindrücklich unter Beweis gestellt. Begleitet wurden sie dabei von Herrn Mittermüller.
Bericht und Fotos: Timo Mittermüller











