Am 10.02.2026 hat der EF-Physikkurs von Herrn Boecker einen spannenden Ausflug zum DLR in Köln gemacht. Von 9:00 bis 19:30 Uhr waren wir unterwegs, wobei wir von ca. 14:00 Uhr bis 17:00 im DLR waren. Statt nur im Klassenraum zu sitzen, haben wir echte Forschung und moderne Technik kennengelernt. Der Besuch verdeutlichte uns, was das DLR ist und wie wichtig Physik für die Raumfahrt und unsere Zukunft sein kann.
Um 9:00 Uhr trafen wir uns alle am Bahnhof Kurl, von wo aus wir uns dann zum Kölner Hbf begeben. Nachdem unsere Bahn mit Verspätung kam, waren wir ca. 30 min in Verzug, was aber nicht schlimm war, weil Herr Boecker genau das schon eingeplant hatte.
Angekommen in Köln hatten wir dann noch ca. 45min in denen wir uns rund um den Kölner Dom aufhalten durften. Die meisten von uns schauten sich erst den Dom an und holten sich dann etwas zu essen. Um 12 Uhr trafen wir uns dann alle wieder und fuhren vom Hbf zum DLR. Da wir etwas früher als geplant ankamen und da es sich um Militärgelände handelt mussten wir noch bis 14 Uhr warten. Die Zeit haben wir an einem See direkt nebenan verbracht.
Nach der Wartezeit begann schließlich der offizielle Teil unseres Besuchs. Wir bekamen Besucherausweise und warteten kurz in der Zentrale, wo einige sich etwas aus dem DLR-Shop kauften. Ein Mitarbeiter des DLRs übernahm eine Führung für uns. Den Anfang machten wir an einer Sojus-Kapsel und dann ging es weiter auf dem Außengelände. Dort wurde uns etwas zur Entstehung des DLR und zu Wasserstoff-, Sauerstoff-, und Kerosintanks erzählt.
Der erste größere Stopp war dann die LUNA Analog Facility, ein nachgebauter Mond, auf dem die Astronauten des DLR, aber auch alle aus der ESA trainieren dürfen, vor allem für die Artemis Mission. Langfristig ist es der Plan, auf dem Mond eine Zwischenstation zu errichten, um später zum Mars reisen zu können. Natürlich müssen die Astronauten dafür die Begebenheiten kennenlernen und in der Lage sein, damit umgehen zu können. Aber nicht nur Astronauten üben in der LUNA Analog Facility, sondern auch Roboter werden dort getestet und weiterentwickelt. Aus einem Raum mit großer Fensterscheibe erhielten wir Einblicke in die Anlage und bekamen verschiedenes erläutert.
Anschließend besuchten wir das European Astronaut Centre (EAC). Offiziell hatten wir dort dann Deutschland verlassen und standen auf europäischem Gelände. Das EAC ist ein Trainings-, Ausbildungs- und Unterstützungssystem für Astronauten. Sie trainieren dort, bilden sich weiter oder werden ausgebildet und ihre Angehörigen werden passend betreut. Einzelteile eines Nachbaus der ISS stehen dort zur Verfügung, um an ihnen zu üben und verschiedene Experimente erst am Boden zu festigen, bevor es sie schließlich auf der ISS durchgeführt werden. Auch ein riesiges Wasserbecken mit 10m Tiefe steht den Astronauten zur Verfügung. Unterwasser soll Schwerelosigkeit imitiert werden und anhand eines Nachbaus der ISS sollen Reparaturen außerhalb geübt werden.
Danach ging es für uns zum :envihab. Das :envihab ist ein Institut, wo an Probanden geforscht wird, um den Weltraum für die Astronauten angenehmer und sicherer zu gestalten. Es wird beispielsweise getestet, wie Menschen auf Isolation reagieren, wie man den menschlichen Körper im All fit halten kann, usw.. Eine weitere Studie ist, wie der Körper auf Schwerelosigkeit reagiert. Dafür liegen Probanden ca. 3 Monate in einem 6 Grad Winkel in einem Bett. Dieser wirkt sich gleich aus wie Schwerelosigkeit und anhand dessen werden dann verschiedene Tests durchgeführt.
Anschließend ging es für uns mit dem Hochflussdichte-Sonnenofen weiter, ein Hochleistungsstrahler. Das ist eine Anlage für Bestrahlungstests mit natürlichem und künstlichem Sonnenlicht. (Institut für Future Fuels, DLR) Der Hochflussdichte-Sonnenofen ist eine CO2 freie Energiequelle, die von der Dichte her vergleichbar ist mit Kohle, Öl und Gas. Mit bis zu 5000-facher konzentrierter Strahlung trifft es dann verschiedene feste oder flüssige Materialien. So können viele Prozesse beschleunigt werden und viele weitere Dinge werden erleichtert und erforscht.
Als letztes ging es für uns zum Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC). Es ist sozusagen das „Kontrollzentrum am Boden“, das dafür sorgt, dass komplexe Forschung im Weltraum reibungslos funktioniert und die Daten sicher zurück zur Erde kommen. Es werden dort zwei Kontrollzentren betrieben. Das Anlagekontrollzentrum für die ISS und das Ladekontrollzentrum. Außerdem bereitet sich letzteres gerade auf die bevorstehende MMX-Mission zur Erforschung des Marsmondes Phobos vor.
Gegen 17:00 Uhr traten wir schließlich die Rückreise an und nach einigen Verspätungen kamen wir alle gut zu Hause an.
Text: Paulina Heermann (EF)
Fotos: Thomas Boecker






















