Besuch im Konzerthaus Dortmund mit dem Musikkurs der Q1 und einem besonderen Treffen mit Elias Neuwirth!

Am Sonntag, den 26. April 2026, war ich mit unserem Musikkurs zum ersten Mal im Konzerthaus Dortmund und war direkt beeindruckt. Warum das Konzerthaus zu den besten Europas zählt, konnte ich schon durch das Gebäude und die Atmosphäre sofort nachvollziehen. Gemeinsam besuchten wir dort eine „Young Artist Matinee" der Mozart Gesellschaft Dortmund. Im Mittelpunkt stand der junge Fagottist Elias Neuwirth, der an diesem Tag sein Debüt als Solist gab. Begleitet wurde er von der Philharmonie Pilsen unter der Leitung des französischen Dirigenten Rémy Ballot.
Das Konzert begann mit der „Mozartiana"-Suite von Peter Iljitsch Tschaikowsky, die sich an der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart orientiert. Ich fand das Stück insgesamt sehr schön, vor allem wegen der abwechslungsreichen Gestaltung. ruhige, fast nachdenkliche Passagen wechselten sich mit kraftvollen und lebendigen Höhepunkten ab. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein beeindruckendes Solo der ersten Geige.
Am spannendsten war für mich jedoch das zweite Stück, das Fagottkonzert von Carl Maria von Weber. Vor diesem Konzert hatte ich noch nie ein Fagott als Soloinstrument gehört, und ich war überrascht, wie vielseitig und ausdrucksstark es klingen kann. Elias Neuwirth zeigte eindrucksvoll sein technisches Können und seine Spielfreude, mal spielte er ruhig und gefühlvoll und dann wieder schnell und virtuos. Für mich war das ganz klar das Highlight des Konzerts. Nach der etwa 20-minütigen Pause ging es weiter mit der „Schottischen" Sinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy. Dieses Stück wirkte auf mich gleichzeitig dramatisch und geordnet, mit ruhigen Momenten und kraftvollen Steigerungen. Insgesamt dauerte das Konzert etwa zwei Stunden. Besonders beeindruckt hat mich auch das Orchester selbst. Die Philharmonie Pilsen spielte sehr harmonisch, präzise und kraftvoll. Wie gut das Zusammenspiel war, konnte man auch deutlich an der begeisterten Reaktion des Publikums am Ende erkennen.
Ein weiteres großes Highlight folgte am nächsten Tag. Am Montag besuchte Elias Neuwirth gemeinsam mit Vertreterinnen der Mozart Gesellschaft und der Gelwasser-Stiftung persönlich unsere Schule. Ich fand es wirklich schön, dass Frau Reese bzw. unsere Schule das organisieren konnte. Zu Beginn spielte er für uns noch ein Stück, eine Sonate von Carl Philipp Emanuel Bach auf dem Fagott. Danach konnten wir ihm Fragen stellen, und er nahm sich viel Zeit, um alles ausführlich zu beantworten. Dabei wirkte er sehr sympathisch, offen und interessiert. Besonders beeindruckt hat mich, dass er nicht nur von seinem Alltag als Musiker erzählte, sondern auch uns Fragen stellte. Das hat gezeigt, dass ihm der Austausch mit seinem Publikum wichtig ist. Außerdem erklärte er uns die Funktionsweise des Fagotts, was ich sehr spannend und beeindruckend fand.
Für mich war dieses Erlebnis insgesamt etwas ganz Besonderes. Mein erster Besuch im Konzerthaus, ein beeindruckendes Konzert und anschließend ein ersönliches Treffen mit dem Solisten. Elias Neuwirth hat mich mit seinem Spiel wirklich überrascht und mir gezeigt, wie faszinierend das Fagott sein kann. Sowohl das Orchester als auch der Solist und der Besuch am nächsten Tag haben diesen Ausflug unvergesslich gemacht. Ich bin sehr dankbar, dass Frau Reese und die Mozart Gesellschaft das alles organisiert haben und uns Möglichkeit eines solch schönen Konzerts gegeben haben. Insgesamt war es ein einmaliges Erlebnis, das ich jedem nur empfehlen kann.
Text: Jade Kamper (Q1)
Gruppenfoto: Melanie Graas
weitere Fotos: Karen Ann Bode (Mozart Gesellschaft Dortmund)


















